Beschreibung
Die Festlegung klarer Bestimmungen zur ladinischen Flagge, die Unterstützung von Schulprojekten zwischen den beiden Provinzen und eine ergebnisorientierte Verwaltung der Fördermittel: Diese Themen wurden vom Regionalassessor für Sprachminderheiten, Luca Guglielmi, während des Treffens zum Schutz der ladinischen Gemeinschaft angesprochen, das am Sitz des Comun General de Fascia unter Beteiligung der Vertreter der örtlichen Institutionen sowie der zuständigen Behörden auf Landes- und Regionalebene stattfand, darunter der Landtagspräsident Claudio Soini, der Präsident des Regionalrats Roberto Paccher, die ladinische Senatorin Elena Testor und der Procurador del Comun General de Fascia Edoardo Felicetti.
„Wir arbeiten an einem Gesetzesentwurf zur Lösung der kritischen Aspekte, die nach der Verabschiedung des Beschlussantrags zur ladinischen Flagge aufgetreten sind“, erklärte Guglielmi. „Der in den letzten Tagen fertiggestellte Text wird in Kürze der Regionalregierung zu einer ersten Bewertung vorgelegt. Das Ziel ist es, noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf auszuarbeiten, der dem Regionalrat vorgelegt wird und die Verwendungsmodalitäten regeln soll.“
Dieser Schritt sei notwendig, so der Regionalassessor, um Rechtssicherheit zu gewährleisten und ein Identitätssymbol aufzuwerten, das von den ladinischen Gemeinschaften geteilt wird.
Was den schulischen Bereich betrifft, bekräftigte Guglielmi die Rolle der Region bei der Unterstützung von Kooperationsprojekten zwischen den Autonomen Provinzen Trient und Bozen: „Die Region bestätigt ihre Unterstützung für gemeinsame Vorhaben, unter Wahrung der Autonomie und der spezifischen Zuständigkeiten. Wir können die Ziele unterstützen, haben jedoch keine direkte Zuständigkeit für deren Umsetzung.“
Der Regionalassessor hob zudem hervor, dass die Entwicklung unterschiedlicher Schulmodelle in den beiden Provinzen eine Koordination erschwert habe: Eine stärkere anfängliche Harmonisierung hätte die Arbeit der beteiligten Einrichtungen erleichtert.
Abschließend verwies Guglielmi hinsichtlich der Finanzierung der ladinischen Kulturinstitute auf die Notwendigkeit, Mittel an transparente Projektvorhaben zu binden: „Es gibt bereits eine jährlich gewährte allgemeine Unterstützung, doch ist es von grundlegender Bedeutung, dass zusätzliche Mittel an definierte und überprüfbare Ziele geknüpft werden. Die Projekte müssen von Anfang an klar sein, auch wenn Anpassungen im Laufe der Umsetzung möglich bleiben.“
Der Regionalassessor erinnerte an bereits umgesetzte Maßnahmen, darunter die Unterstützung des Comun General de Fascia für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der ladinischen Sprache, und bestätigte die Bereitschaft, weitere Finanzierungsanträge zu prüfen.
„Die entsprechenden Verordnungen wurden aktualisiert, um den Zugang zu den Fördermitteln zu vereinfachen, und bekräftigen damit, dass die Region auf Zusammenarbeit und die Förderung sprachlicher Minderheiten ausgerichtet ist“, betonte der Regionalassessor abschließend.