In der Region wurde die Ausstellung „Die Juwelen der Sprachminderheiten von Trentino-Südtirol“ eröffnet

Am Montag, den 23. Februar 2026, wurde um 11.30 Uhr im Ausstellungsbereich in der Eingangshalle des Amtsgebäudes der Region in Trient (Via Gazzoletti 2) die Ausstellung „Die Juwelen der Sprachminderheiten von Trentino-Südtirol“ eröffnet.

Veröffentlichungsdatum: Montag, 23. Februar 2026

Beschreibung

Am Montag, den 23. Februar 2026, wurde um 11.30 Uhr im Ausstellungsbereich in der Eingangshalle des Amtsgebäudes der Region in Trient (Via Gazzoletti 2) die Ausstellung „Die Juwelen der Sprachminderheiten von Trentino-Südtirol“ eröffnet.

An der Eröffnung nahmen die Senatorin Elena Testor und der Regionalassessor für Sprachminderheiten Luca Guglielmi teil.

Trentino-Südtirol war im Laufe der Jahrhunderte ein Ort, an dem verschiedene sowohl aus dem Süden als auch aus dem Norden stammende Völker und Herrschaften aufeinandertrafen. Aus dieser kulturellen Vielschichtigkeit entstanden autochthone Identitäten, die sich vor allem in den abgelegensten Gebieten der Region entwickelten und dort überliefertes Wissen, Traditionen, Bräuche und Sitten bewahrten. Die Gemeinschaft von Lusérn mit den Zimbern, das Fersental und die ladinischen Täler – Fassatal, Gadertal und Grödnertal – stellen heute lebendige und klar erkennbare kulturelle Realitäten dar und sind Ausdruck eines Erbes, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.

„Die Ausstellung, die wir heute eröffnen“, betonte Regionalassessor Luca Guglielmi, „wertet ein künstlerisches Erbe auf, das die Region im Laufe der Zeit auch durch ihre Rolle als Förderin der hiesigen Kunstschaffenden unterstützt hat. Die ausgestellten Werke sind bildgebend für die Sprachminderheiten und werden auch durch die traditionellen Trachten der Ladiner, Fersentaler und Zimbern ergänzt. Nicht die Folklore, sondern vielmehr die Identität und die Resilienz unserer Gemeinschaften sollen damit gewürdigt werden. Die Ausstellung versteht sich als Rahmenveranstaltung zum ersten Regionalen Tag der Sprachminderheiten, der im vergangenen Jahr eingeführt wurde und den wir am 24. Februar begehen werden.“

Die vom Verantwortlichen für den Kunstbestand der Region Giuseppe Tasin kuratierte Ausstellung präsentiert rund vierzig Werke – darunter Gemälde, Holzskulpturen und Bronzearbeiten – von Künstlerinnen und Künstlern aus den Gebieten der fersentalerischen, zimbrischen und ladinischen Sprachminderheit oder von Kunstschaffenden, die mit diesen Gebieten in Verbindung stehen. Dank der Zusammenarbeit mit dem ladinischen, dem Fersentaler und dem zimbrischen Kulturinstitut werden zudem einige historische Trachten ausgestellt. Was heute als folkloristische Kleidung erscheint, war bis vor wenigen Jahrzehnten Alltags- und Festtagsbekleidung und stellt ein konkretes Zeugnis des täglichen Lebens der Gemeinschaften dar.

Die Ausstellung wird durch die Zusammenarbeit mit der Bibliothek für Autonomie und Sprachminderheiten der Region bereichert, die eine bibliografische Auswahl zu Traditionen, Lebensweisen, Märchen und Gastronomie der Minderheitengemeinschaften präsentiert. Die Druckerei der Region hat außerdem den Ausstellungskatalog erstellt, der tiefere Einblicke in die wichtigsten dargestellten kulturellen Aspekte gibt.

Die Ausstellung ist bis zum 4. März geöffnet und soll anschließend auf Anfrage interessierter Gemeinschaften auch in anderen Ortschaften der Region gezeigt werden. Die Initiative ist Teil des Programms des ersten Regionalen Tags der Sprachminderheiten, der am 24. Februar 2026 ab 9.00 Uhr im Tagungssaal des Amtsgebäudes der Region stattfindet.

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Letzte Änderung:Dienstag, 24. Februar 2026