Beschreibung
„Die Toponomastik in ladinischer Sprache stellt vor allem in den Gebieten, in denen diese Sprache lebendig und verwurzelt ist, einen grundlegenden Wert dar, den es nachdrücklich zu schützen und zu fördern gilt. Es handelt sich hier nicht um eine reine Formalität, sondern um ein Element der Authentizität, das auch das Regionalmarketing bereichert und unverwechselbar macht.“ Mit diesen Worten nahm der Regionalassessor für Sprachminderheiten Luca Guglielmi Stellung zu der Diskussion, die das neue Logo des Skigebiets Kronplatz entfacht hat.
Guglielmi betonte die hervorragende Arbeit der Betreibergesellschaften der Aufstiegsanlagen, die international wegweisende Standards garantieren, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass das Wachstum der Branche mit der Aufwertung des lokalen Kultur- und Spracherbes einhergehen müsse.
Der Assessor sagte weiter: „Grafische Neuerungen und Strategien zur Positionierung auf dem globalen Markt dürfen nicht im Widerspruch zu den Wurzeln unserer Täler stehen. Ganz im Gegenteil: In einer Tourismusbranche, die zunehmend nach Authentizität und einzigartigen Erlebnissen sucht, ist die Besonderheit der ladinischen Sprache und Kultur eine unersetzliche Stärke für die Marke selbst. Ein Gebiet über seine historischen Namen zu beschreiben, beeinträchtigt die Kommunikation nicht, sondern verleiht ihr Tiefe und Unverwechselbarkeit.“
Der Assessor hofft, dass der konstruktive Dialog mit allen Beteiligten zu gemeinsamen und ganzheitlichen Lösungen führen möge, die die Erfordernisse der Tourismuswerbung mit dem gebotenen Respekt vor der ladinischen Bezeichnung und Identität des Kronplatzes in Einklang bringen.