LABORFONDS, CARLO DALDOSS: „EINEN AUSGLEICHSFONDS ZUM SCHUTZ DER PERSONEN PRÜFEN, DIE WÄHREND EINES MARKTRÜCKGANGS IN RENTE GEHEN.“

Der Regionalassessor bei der Vorstellung des ersten Sozialberichts des Fonds: „In der Region liegt die Beitrittsquote bei 67 %, auf gesamtstaatlicher Ebene nur bei 43 %. Die Mittel werden in die Realwirtschaft investiert.“

Veröffentlichungsdatum: Mittwoch, 28. Oktober 2026

Beschreibung

„Es ist wichtig, dass die Arbeitnehmenden verstehen, dass die für die Zusatzvorsorge bestimmten Ersparnisse nicht nur ihre eigene künftige Rentenleistung aufbauen, sondern auch einen konkreten Nutzen für die gesamte Gemeinschaft haben. Dies gilt um so mehr in Bezug auf einen Fonds ohne Gewinnabsicht, der ausschließlich mit dem Ziel gegründet wurde, die Beiträge der einzelnen Mitglieder bestmöglich aufzuwerten.“

Dies ist die zentrale Botschaft des für die Zusatzvorsorge zuständigen Regionalassessors, Carlo Daldoss, in seinem Beitrag zur Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des ersten Sozialberichts von Laborfonds. Das Dokument bildet die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des geschlossenen Rentenfonds für die Arbeitnehmenden in Trentino-Südtirol über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren ab.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen 460 finanzierte lokale Unternehmen, Wohnraum zu moderaten Mietpreisen für 1.500 Menschen und 1,8 Milliarden Euro, die innerhalb von 25 Jahren an die Mitglieder zurückgeflossen sind.

Das regionale Modell und die hohe Beitrittsquote (67 %)

Daldoss zeigte sich zufrieden und stolz über die Entwicklung der Zusatzvorsorge:

„Dieser erste Sozialbericht ist ein greifbarer Beleg dafür, wie fest Laborfonds in unserer regionalen Gemeinschaft verankert ist und welche Bedeutung der Fonds erlangt hat. Die positiven Auswirkungen auf das Gebiet schriftlich festzuhalten, zeigt, dass sich die Zeiten ändern und Transparenz und Verantwortungsbewusstsein zunehmend an Bedeutung gewinnen. Seit der Entstehung des Projekts Pensplan und der vier angeschlossenen Fonds sind 27 Jahre vergangen. Laborfonds ist dabei der wichtigste Fonds. In unserer Region erreicht die Beitrittsquote zur Zusatzvorsorge rund 67 %, während der gesamtstaatliche Durchschnitt deutlich niedriger liegt und sich auf etwa 43 bis 45 % beläuft.“

 Mittel zur Unterstützung der Realwirtschaft

Der Regionalassessor unterstrich erneut die Bedeutung der Entscheidungen, die Mittel zugunsten des lokalen Umfelds anzulegen: „Die Verwaltung eines Vermögens von knapp 5 Milliarden Euro bringt eine große Verantwortung gegenüber mehr als 160.000 Arbeitnehmenden mit sich. Laborfonds hat die strategische Entscheidung getroffen, einen Teil der Vorsorgespareinlagen in die Realwirtschaft zu investieren – von Minibonds bis hin zur Beteiligung am Strategischen Fonds – und diese Strategie mit territorialen Initiativen wie den Landesförderprogrammen für die Sozialwirtschaft zu ergänzen. Wenn die Arbeitnehmenden für diese Ergebnisse sensibilisiert werden, stärkt dies das Vertrauen in das System und dessen Ansehen.“

Der Vorschlag: Ein Ausgleichsfonds als Schutz bei ungünstiger Marktentwicklung

Daldoss schlug daraufhin eine gezielte Maßnahme vor, um Arbeitnehmende am Ende ihres Berufslebens zu schützen:

„Angesichts der zyklischen Entwicklung der Finanzmärkte habe ich wiederholt vorgeschlagen, zu prüfen, ob – sofern die entsprechenden rechtlichen und gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind – ein Ausgleichsmechanismus oder ein Ausgleichsfonds eingerichtet werden könnte. Damit soll vermieden werden, dass Personen, die die Voraussetzungen für den Renteneintritt erfüllen und den Fonds in einer ungünstigen konjunkturellen Marktphase verlassen, gegenüber jenen benachteiligt werden, die in einer Phase steigender Kurse ausscheiden. Dies wäre ein weiterer Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und gelebter Solidarität – Werte, die seit jeher zu den Grundpfeilern unserer Autonomie gehören.“

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Letzte Änderung:Donnerstag, 29. Oktober 2026