Beschreibung
Die Entscheidungen der Friedensgerichtsbarkeit kennenzulernen und zu verstehen wird immer einfacher: Wie bereits seit mehreren Jahren wird nämlich auch dieses Jahr die „Kommentierte Sammlung der Urteile der Friedensgerichte der Autonomen Region Trentino-Südtirol“ verteilt.
Die Sammlung, die die im Jahr 2025 ergangenen Urteile enthält, steht sowohl den Fachleuten als auch allen Bürgern und Bürgerinnen als wertvolles und äußerst nützliches Instrument zur Verfügung, um die aktuelle Rechtsprechung in zivil- und strafrechtlichen Fragen kennenzulernen.
Die von den Mitgliedern und dem Mitarbeiterteam der Beobachtungsstelle für Friedensgerichte, Schlichtungs- und Wiedergutmachungsjustiz der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Trient zusammengestellte Sammlung umfasst die Leitsätze der wichtigsten Urteile, die von den Friedensgerichten des Oberlandesgerichtssprengels im Jahr 2025 erlassen wurden (und die auch auf der Website www.giurisprudenzadipace.regione.taa.it veröffentlicht sind). Sie ist in die drei Zuständigkeitsbereiche der Friedensgerichte – Zivilrecht, Strafrecht und Widersprüche gegen Verwaltungsstrafen – aufgeteilt, die wiederum in verschiedene Sachgebiete unterteilt sind, wobei sowohl Fragen des materiellen als auch des formellen Rechts berücksichtigt wurden.
Es handelt sich somit um ein leicht zu konsultierendes und unmittelbar zu nutzendes Instrument, das einen Überblick über die Rechtsprechung der Friedensgerichte der Region bietet und damit dem Erfordernis der Vorhersehbarkeit gerichtlicher Entscheidungen – einem vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mehrfach bekräftigten Grundsatz – Rechnung trägt. Es ist umso wertvoller, wenn man die kontinuierliche Erweiterung der Zuständigkeiten der Friedensgerichte (zuletzt auch im Zuge der Cartabia-Reform) bedenkt.
Die Sammlung, die seit über einem Jahrzehnt jährlich herausgegeben wird, ist das Ergebnis der Bemühungen der Region Trentino-Südtirol und der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Trient, die Urteile zu Fragen von unmittelbarem Interesse und praktischer Bedeutung im Sinne der Transparenz in der gesamten Region bekanntzumachen, wodurch die Leser und Leserinnen u. a. die Entwicklung der Rolle der Friedensgerichte in der Gesellschaft konkret verfolgen können.
Die Regionalverwaltung dankt zu diesem Anlass all jenen, die die Veröffentlichung der Sammlung ermöglicht haben, insbesondere den Friedensrichtern und Friedensrichterinnen sowie ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die durch ihren großen Einsatz den Ansprüchen der Bevölkerung an die erstinstanzliche Gerichtsbarkeit gerecht werden.