Beschreibung
Die Autonome Region Trentino-Südtirol bestätigt das große Interesse der Familien an einer Zusatzvorsorge für die Kleinsten. Fast sechs Monate nach der Einführung der Förderung für den Beitritt zu einer Zusatzrentenform in den ersten Lebensjahren sind insgesamt bereits nahezu 17.000 Anträge eingegangen, wobei insgesamt 16.966 Beitritte (11.104 in Südtirol und 5.862 im Trentino) erwartet werden.
Die von der Pensplan Centrum AG verwaltete regionale Maßnahme stellt eine der ersten Erfahrungen in Italien mit öffentlichen Anreizen für die Zusatzvorsorge ab der Geburt dar. Die Regelung sieht bei gleichzeitiger Mindestbeteiligung der Familie eine finanzielle Unterstützung von insgesamt bis zu 1.100 Euro für jedes neugeborene Kind, Adoptiv- oder Pflegekind vor, und zwar durch einen Anfangsbeitrag von 300 Euro und anschließende jährliche Beiträge von 200 Euro über vier Jahre.
Die Möglichkeit zum Beitritt betrifft alle ab dem Jahr 2025 geborenen Kinder und dank einer Übergangsbestimmung auch jene, die ab dem 1. Januar 2020 geboren wurden. Bis heute wurden 6.599 Anträge im Verwaltungssystem erfasst, während die Gesamtzahl der eingegangenen Anträge fast 17.000 erreicht. Davon wurden mehr als 2.300 über Patronate eingereicht.
„Es handelt sich um ein wichtiges Ergebnis, das zeigt, dass die Familien den Wert erkannt haben, bereits ab der Geburt in die zukünftige Altersvorsorge ihrer Kinder zu investieren“, unterstrich der Regionalassessor für Sozialvorsorge, Carlo Daldoss. „Die Beteiligung ist beachtlich, auch wenn zwischen den beiden Provinzen weiterhin Unterschiede bestehen: In Südtirol ist die Kultur der Zusatzvorsorge historisch stärker verwurzelt und bekannter, während es im Trentino noch einer breiter angelegten Sensibilisierungsarbeit bedarf, die die Region und Pensplan in den kommenden Monaten weiter vorantreiben werden.“
Laut Daldoss stellt der Einstieg in die Zusatzvorsorge bereits in den ersten Lebensjahren eine strategische Entscheidung sowohl für die Familien als auch für die zukünftige Tragfähigkeit des Rentensystems dar: „Früh zu beginnen bedeutet, langfristig vom Zinseszinseffekt zu profitieren und schrittweise ein bedeutendes finanzielles Polster für die Zukunft der jungen Menschen aufzubauen – etwa für ein Universitätsstudium, den Kauf einer Wohnung oder zur Ergänzung einer Rente, die in den kommenden Jahrzehnten im Verhältnis zum zuletzt bezogenen Einkommen zunehmend niedriger ausfallen könnte.“
Die Daten zeigen eine im Wesentlichen ausgewogene Verteilung der Beitritte zwischen Jungen und Mädchen: Voraussichtlich werden 8.729 Jungen und 8.237 Mädchen einer Zusatzrentenform beitreten. Getrennt nach Geburtsjahr betrifft die höchste Zahl der Anträge Kinder des Jahrgangs 2024 mit mehr als 3.100 erwarteten Beitritten, gefolgt von den Jahrgängen 2023 und 2022.
In diesem Zusammenhang erinnert der Regionalassessor daran, dass es keinerlei Rangordnung gibt: Alle fristgerecht eingereichten Anträge werden finanziert. Für Kinder, die zwischen 2020 und 2024 geboren wurden, können die Anträge bis zum 31. Dezember 2027 eingereicht werden, während für im Jahr 2025 geborene Kinder die Frist auf den 31. Dezember 2026 festgelegt ist.